| Tag | Uhrzeit | Ort | Programmpunkt/Führung | Ansprechpartner*in |
|---|---|---|---|---|
| 11.10.2025 | 07:00 | Hamburg-Veddel (S-Bahn-Parkplatz) | Abfahrt Exkursion | AG Kultur und Veranstaltung Handy 0123435566 |
| 11.10.2025 | 11:00 | Strausberg | Kulturbunker (Führung) | Stefan Büttner |
| 11.10.2025 | 15:00 | Garzau | Bunker (Führung) | Janek Standke |
| ab ca. 17:30 | Zossen | Hotel-Check-In, gemeinsames Abendessen (Restaurant frei wählbar) | - | |
| 12.10.2025 | 09:30 | Wünsdorf | Maybach-/Zeppelinbunker (Führung) | wird bekanntgegeben |
| 12.10.2025 | 15:00 | Elstal | Olympia Dorf (Führung) | Sophie Bülles |
| 12.10.2025 | ~19:00 | Hamburg-Veddel (S-Bahn-Parkplatz) | Geplante Rückkehr. Wir fahren in Elstal spätestens so los, dass wir gegen 19 Uhr zurück sind. | AG Kultur und Veranstaltung Handy Nadine Bauer 01711714334 |
Hotel Weißer Schwan
Bahnhofstraße 12, 15806 Zossen
www.hotel-weisser-schwan.de
Übernachtung (DZ oder EZ) und Restaurant gehen auf deine eigene Rechnung.
Der Verein zahlt für dich: Busfahrt, alle Eintritts- & Führungskosten, sowie einen Imbiss und Getränke im Bus.
Der Kulturbunker in Strausberg wurde zwischen 1978 und 1981 als einer der wichtigsten Führungsbunker der DDR errichtet. Er war gedacht als Kommandozentrale für die Parteiführung und Verwaltung im Fall einer militärischen Bedrohung oder Katastrophe.
Mit seinen massiven Betonwänden, luftdichten Schleusen, Notstrom- und Wasseranlagen sowie autarken Kommunikationssystemen war er für einen monatelangen autonomen Betrieb ausgelegt. Highlight der Führung sind originale Technik, Schlaf- und Sanitärbereiche und Einblicke in die ausgeklügelten Schutzvorkehrungen gegen atomare und chemische Angriffe.
Im Alltag spürten die Menschen, die für den Ernstfall üben und den Bunker aufrechterhalten mussten, sowohl ständige Alarmbereitschaft als auch die Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Heute wird der Bunker als außerschulischer Lernort genutzt, um Mechanismen der Abschottung, staatlicher Kontrolle und Erinnerungskultur zu veranschaulichen.
Der Bunker Garzau, errichtet zwischen 1972 und 1975, ist die größte Bunkeranlage der DDR auf zwei Ebenen. Er sollte als streng geheimes Rechen- und Organisationszentrum des Militärbezirks V dienen. Die 17 Meter unter der Erde verlaufende, rund 4.000 Quadratmeter große Struktur beeindruckt durch dickwandige Schutzräume, autarke Energieversorgung mittels Schiffsdieseln, Frischwasserbrunnen und mehrfach gesicherte Zugangskontrollen.
In den Kommando- und Rechenräumen arbeiteten Soldaten unter hohem Druck an der Verschlüsselung und Weiterleitung sensibler Daten quer durchs Land. Die Führung zeigt Technik, Geschichte der Tarnung und wie die „Bunkerbesatzung“ in strikter Isolation auf den Ausnahmefall vorbereitet wurde.
Nach 1990 geriet der Ort fast in Vergessenheit, bis ein engagierter Verein seine originale Ausstattung sicherte und dem Ort durch Führungen neues Leben einhauchte.
Wünsdorf war jahrzehntelang militärische Schaltzentrale Deutschlands: Die Maybach- und Zeppelinbunker dienten zunächst dem Oberkommando der Wehrmacht als Nachrichten- und Führungszentren und wurden nach 1945 von der sowjetischen Militäradministration übernommen.
Die zwei weitverzweigten, teilweise mehrgeschossigen Bunkersysteme sind als unterirdische Stadt angelegt mit ausgeklügeltem Raumlayout, Tarnfassaden im Villenstil, massiver Bewaffnung, eigenen Kraftwerken und Notfallkrankenhäusern. Zu Spitzenzeiten lebten im militärischen Sperrgebiet bis zu 40.000 Menschen, Zivilisten blieben außen vor.
Die Themen der Führung: Wandel und Transformation vom Ort der Weltkriegsführung zum sowjetischen Sperrgebiet und schließlich zum Denkmal und öffentlichen Lernort. Zu sehen sind authentische Relikte militärischer Kommunikation, Zeitzeugenberichte über Überwachung und Alltagsleben im Stacheldraht.
Das Olympische Dorf Elstal wurde 1934–36 als Symbol nationalsozialistischer Machtinszenierung gebaut und bot 4.000 Sportlern aus aller Welt modernste Unterkunft mit Kantine, Trainingsanlagen und medizinischer Versorgung. Die Architektur verbindet monumentale Proportionen mit idyllischen Winkeln, etwa dem berühmten Haus Jesse Owens.
Nach dem Ende der Spiele nutzten Wehrmacht und später die sowjetische Armee das Areal weiter, viele Gebäude wurden umgebaut oder verfielen. Seit den 2000ern bemüht man sich um die Rettung zentraler Bauten, Dialogformate und die Vermittlung der Geschichte(n), etwa über das Speisehaus der Nationen und Erzählungen von Ausgrenzung und Alltagsleben.
Die Führung legt besonderen Wert auf das Spannungsfeld zwischen propagandistischer Selbstinszenierung, Alltagsrealität und der späteren Überlagerung durch militärische und zivile Nutzung.
| Titel | Autor/in | Verlag | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|
| Bunker. Die Kulturgeschichte des Verstecks | Florian Huber | S. Fischer | Geschichte & Psychologie von Schutzbauten |
| Bunkerwelten. Architektur des Untergangs | Dietmar Arnold, Holger Happel | Ch. Links Verlag | Bunkeranlagen in Berlin und Brandenburg |
| Unterirdisch. Utopie und Katastrophe | Ludger Fittkau (Hrsg.) | transcript | Umgang mit Bunkerarchitektur |
| Wünsdorf. Verbotene Stadt | Matthias Bath | be.bra Verlag | Militärgeschichte Wünsdorf, Exklusivfotos |
| "Kaltstart". Die Olympischen Spiele 1936 und ihr Dorf | Jörg Kirschstein | Lukas Verlag | Geschichte & Nachleben Olymp. Dorf Elstal |
| Die Stasi-Bunker der DDR | Tobias Unverzagt | Ch. Links Verlag | Bunkerforschung, Bilder & Pläne DDR |
| Bunker Garzau. Geheime Orte in Brandenburg | Tilo Fleck | Eigenverlag / Sachbuch | Speziell zu Garzau und Umgebung |